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Breathwork Nebenwirkungen

Breathwork, auch bekannt als Atemarbeit, hat in den letzten Jahren stark an Popularität gewonnen. Viele Menschen finden durch spezielle Atemtechniken zu innerer Ruhe und einem gesteigerten Wohlbefinden. Diese Praxis kann entspannend wirken und verspricht in manchen Fällen sogar eine Form spiritueller Erleuchtung.

Doch wie bei allen körperlichen und geistigen Übungen stellt sich die Frage:

Ist Breathwork gefährlich?

Breathwork umfasst eine Vielzahl an Atemtechniken wie das Holotrope Atmen, Rhythmisches Atmen, Rebirthing sowie die Wim Hof Methode. Die meisten Methoden sind bei korrekter Anwendung und für gesunde Personen sicher, doch gibt es auch Risiken und potenzielle Schattenseiten.

Falsch angewandt oder zu intensiv praktiziert kann Breathwork zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Schwindel, Panikattacken oder Hyperventilation führen. Es birgt das Risiko einer Überstimulation des Körpers und kann physiologische und psychologische Reaktionen hervorrufen, von Benommenheit und Kribbeln in den Gliedmaßen bis hin zu emotionalen Ausbrüchen wie Weinen oder Lachen.

Eine zu intensive Atemarbeit kann das Gleichgewicht von Sauerstoff und Kohlendioxid im Körper verschieben, was zu Alkalose, einer Verschiebung des pH-Werts ins Basische, führen kann. Die Folgen können Muskelzuckungen, Verwirrtheit oder sogar Herzrhythmusstörungen sein. Psychologisch ist es möglich, dass durch Breathwork unterdrückte Emotionen freigesetzt werden, was bei fehlender Vorbereitung oder fachlicher Begleitung überwältigend sein kann.

Die emotionale Freisetzung, die insbesondere bei intensiven Atemtechniken angestrebt wird, kann ein Zuviel für einige Menschen darstellen. Daher ist es wichtig, dass jeder, der Breathwork ausführt, dies unter Anleitung eines erfahrenen Trainers tunlt und Rücksicht auf seinen eigenen Gesundheitszustand nimmt.

Zudem gibt es bestimmte Kontraindikationen für Breathwork. Dazu zählen kardiovaskuläre Vorerkrankungen, Schwangerschaft, schwere Atemwegserkrankungen, psychische Störungen wie Schizophrenie oder bipolare Erkrankungen, Epilepsie, kürzlich durchgeführte Operationen, akute Erkrankungen und eine Vorgeschichte von Trauma oder Panikattacken. In all diesen Fällen sollte vor der Teilnahme ärztlicher Rat eingeholt werden.

Die Nebenwirkungen können von leicht bis schwer reichen und umfassen Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Panikattacken, emotionale Belastung, Desorientierung oder auch körperliche Reaktionen wie Muskelkrämpfe. Seltener, aber ernst zu nehmenden Nebenwirkungen sind Herzrhythmusstörungen, epileptische Anfälle oder psychotische Episoden.

Um die Praxis so sicher und positiv wie möglich zu gestalten, sollten Anfänger langsam beginnen, auf die eigene körperliche Reaktion achten und bei jeglichen Unwohlsein Maßnahmen ergreifen, wie eine Pause einzulegen oder zu normaler Atmung zurückzukehren.

Breathwork kann ein wertvolles Werkzeug sein, um das eigene Wohlbefinden zu steigern. Jedoch sollte man sich der potenziellen Risiken bewusst sein und sicherstellen, dass die Praxis unter fachkundiger Anleitung erfolgt individuell angepasst und mit entsprechender Vorsicht praktiziert wird.

Breathwork sollte in folgenden Fällen nicht praktiziert oder nur unter fachkundiger Aufsicht und mit größter Vorsicht ausgeübt werden:

  1. Herz-Kreislauf-Probleme: Personen mit Vorgeschichte von Herzproblemen, Bluthochdruck oder anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten Breathwork nur nach Rücksprache mit einem Arzt praktizieren.
  2. Schwangerschaft: Schwangere sollten vor der Anwendung von Breathwork einen Arzt konsultieren, da bestimmte Atemtechniken den Sauerstoffgehalt und Blutdruck beeinflussen können und daher Risiken bergen.
  3. Atemwegserkrankungen: Menschen mit schweren Atemwegserkrankungen wie Asthma, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) oder anderen ernsthaften Lungenerkrankungen sollten vorsichtig sein, da Breathwork Atemprobleme verschärfen kann.
  4. Psychische Erkrankungen: Bei Diagnosen wie Schizophrenie oder bipolaren Störungen sollte Breathwork nur unter Aufsicht einer sachkundigen medizinischen Fachkraft ausgeführt werden, da es diese Zustände verschlimmern und starke emotionale Reaktionen auslösen kann.
  5. Epilepsie: Bestimmte Atempraktiken, die schnelles und tiefes Atmen beinhalten, können bei Epileptikern Anfälle auslösen und sollten daher vermieden werden.
  6. Kürzlich durchgeführte Operationen: Wer erst kürzlich operiert wurde, insbesondere im Bereich des Bauches oder der Brust, sollte Breathwork vermeiden, bis die Operationswunden vollständig geheilt sind.
  7. Medikamenteneinnahme: Einige Medikamente, wie zum Beispiel Psychopharmaka, Blutverdünner oder Medikamente, die den Blutdruck beeinflussen, können mit Breathwork interagieren. Personen, die solche Medikamente einnehmen, sollten vor der Atemarbeit ihren Arzt konsultieren und im Zweifelsfall keine Atemsessions durchführen.
  8. Kopf- oder Nackenverletzungen: Bei kürzlichen Verletzungen in diesen Bereichen sollte mit Atempraktiken gewartet werden, da sie den Zustand verschlechtern könnten.
  9. Akute Erkrankungen: Bei akuten Krankheiten wie Infektionen der Atemwege oder Fieber ist es ratsam, mit Breathwork zu warten, bis man vollständig genesen ist.
  10. Vorgeschichte von Panikattacken oder Trauma: Menschen, die Panikattacken oder traumatische Erfahrungen erlebt haben, sollten Breathwork nur unter fachkundiger Anleitung praktizieren, da es starke emotionale Reaktionen auslösen kann.

Zusammengefasst sollten Personen mit den oben aufgeführten Bedingungen, Zuständen oder Vorgeschichten besondere Vorsicht walten lassen und vor der Ausübung von Breathwork fachlichen Rat einholen, um Gesundheitsrisiken zu minimieren.

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Lars Boob

Lars verbindet Atem, Bewegung und Berührung zu einem ganzheitlichen Weg der Entspannung und Selbstentfaltung. Als Breathwork Trainer und Qigong-Lehrer erforscht er, wie Atmung, Meditation und Massagen das Nervensystem beruhigen und die Lebensenergie in Fluss bringen. Mit Leichtigkeit und Achtsamkeit hilft er Menschen, tiefer durchzuatmen, loszulassen und sich rundum wohlzufühlen.
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